Waldorf Kyra
Waldorf Kyra

Auf der NAMM 2018 war zum ersten Mal die Rede vom Kyra, ein Jahr später war er dann als Prototyp greifbar. Nun ist es also so weit: Der Waldorf Kyra ist da.

Der Waldorf Kyra ist der erste Synthesizer, der mit einem FPGA-Prozessor arbeitet. Damit, so Waldorf, soll er einer der leistungsfähigsten Synthesizer sein, der je gebaut wurde.

Äußerlich wirkt der neue Waldorf Synthesizer sehr edel und clean in seinem wertigen, weißen Desktop-Gehäuse. Aber auch der Inhalt kann sich sehen und vor allen hören lassen.
Der analog virtuelle Synthesizer bietet nicht weniger als 128 (!) Stimmen und ist 8fach multi-timbral. Letzteres ist ein Feature, was bei vielen Herstellern heutzutage leider immer weniger Berücksichtigung findet.
Jeder der 8 sogenannten Parts ist quasi ein unabhängiger Synthesizer, der bis zu 32stimmig polyphon gespielt und komplett unabhängig programmiert werden kann.
Damit eignet sich das System auch als Production Center in einer Studio-Umgebung.
Auf der Ausgangsseite trägt man dieser Tatsache mit 4 Stereo-Outputs-Rechnung, die frei belegt werden können. Auch lässt sich jeder Part als Audio-File (24 bit/96 kHz) separat auf eine DAW überspielen. Pluspunkt.

Jeder Part besteht aus 2 Oszillatoren, 2 Sub-Oszillatoren, Filtern, verschiedenen Modulationsmöglichkeiten (3 Hüllkurvengeneratoren, LFOs plus einer Modulationsmatrix) und Multieffekten.
Das Effektangebot umfasst 9 Stereo-Effektmodule: Dreiband-EQ, Formantfilter, Eingangslimiter, Distortion, Delay, Phaser, Chorus-Flanger, Stereo-Hall und ein Ausgangslimiter.

Die Oszillatoren verfügen neben den erwarteten Wellenformen Sägezahn, Pulse und Noise noch über eine Wavetable-Sektion mit nicht weniger als 4096 Waves (18-bit linear PCM mit 32fachem Oversampling).
Die beiden Oszillatoren erlauben Hard Sync, Ringmodulation und FM.

Die Klangfarben sind in 26 Bänken à 128 Sounds organisiert, was in Summe 3328 (!) Speicherplätze ergibt. Damit sollte man erst einmal auskommen.
Die Speicher sind in 7 RAM-Bänke und 19 ROM-Bänke unterteilt. Zur Bearbeitung lassen sich ROM-Sounds aber in den RAM-Bereich übertragen und dort als neuer Sund abspeichern.
Dem Kyra wurde noch ein Arpeggiator mit 128 Laufvarianten mit auf den Wag gegeben. Jeder Part kann dabei mit einem eigenen Arpeggio-Pattern belegt werden. für Übersicht sorgt übrigens ein OLED-Display.

Der Preis wird wohl so um die 2000 Euro liegen.

Hier der Waldorf Kyra im Videoüberblick: