1982 hatte Rob Papen seinen ersten Nummer-1-Hit in den Niederlanden. Damals stürmte die Synthi-Pop Nummer „Aurora“ seiner Band Nova die Charts.

Aber da hatte der sympathische Niederländer Rob Papen seine Liebe zu den elektronischen Musikinstrumenten natürlich schon längst entdeckt. Angefangen hatte alles mit der E-Orgel, die damals ja ihre große Zeit erlebte. Dann folgte mit dem Korg MS-20 und dem SQ-10 die erste damals bezahlbare Synthesizer/Sequenzer-Kombination.

Musikalische Vorbilder waren Giorgio Moroder, dann Jean Michel Jarre und natürlich die Legenden Klaus Schulze und Tangerine Dream. Später arbeitete er in den Niederlanden in einem Music Shop und blieb damit natürlich im Metier.

Rob Papen Technocard für den Waldorf Microwave 1

Wie so oft war dann der Werdegang bis zu einem der rennomiertesten Sounddesigner weltweit nicht geplant. Quasi für den Eigenbedarf programmierte er Soundbänke für den Waldorf Microwave 1. Diese kamen so gut an, dass er dies vermarkten konnte. Waldorf nahm seine Techno-Sounds auf einer eigenen Karte ins Programm – ein echter Hit. Später folgten dann Aufträge von anderen Herstellern.

Da Rob Papen auch seine eigenen Vorstellungen davon hatte, wie ein Synthesizer aussehen sollte, blieb es nicht bei den Soundsets, Rob Papen krierte seine eigenen Sotware-Synthesizer.
Dabei ist Rob eher der „Vor-Denker“. Die Programmierung übernimmt sein kon-genialer englischer Partner Jon Ayres.

Inspiration Soundware

Diese Konstellation gewährleistet, dass Rob die Sache immer aus Sicht des Musikers angeht. Und genau das spiegelt sich in seinen Projekten und vor allem in seinen Sounds wider. Die Instrumente sind alle sehr „musikalisch“orientiert.

Rob Papen BIT
Rob Papen B.I.T.

Aktuellstes Produkt ist B.I.T, was die Abkürzung für Back In Time ist. Damit füllt Rob eine Lücke n seinem Sortiment, denn der Bereich „virtuell analog“ fehlte noch in seinem Programm.

Rob Papen achtet darauf, dass alle seine Produkte einen bestimmten Charakter haben, damit sich die einzelnen Plug-ins nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Wer alle seine aktuellen Werke kaufen möchte, der kann dies mit dem Explorer 5 Bundle tun. Dies bietet für knapp 500 Euro sein ganzes Werk.

Wir besuchten Rob in seinem Studio in den Niederlanden. Am Anfang des Interviews kam es zu Verzögerungen, da wir erst einmal Robs Vanille-Vla-Torte probieren „mussten.“ (Anmerkung von Nikolai: Alleine die wäre ein Grund für ein 2. Interview!)

Heraus kam ein langes, aber wie wir meinen auch spannendes Interview zum Thema Plug-ins, Synthesizer und Sound-Programmierung.

Gottseidank vergisst Rob die Musik nicht, gerade ist mit „The Return“ eine neue CD seiner Band Peru herausgekommen.

Rob Papen mit Nova und ihrem No.1-Hit „Aurora“: